Nicht jeder Single, der sich nach trauter Zweisamkeit sehnt, schlägt sich gerne die Nächte in lauten Kneipen, Discos oder verrauchten Lokalen um die Ohren. Als Nichttänzer oder Nichttänzerin fehlt einem auch der elegante Grund jemanden anzusprechen. Zumal diesen diese Art der Veranstaltung dann recht wenig Freude bereiten wird. Für die meisten kann man das als Zeitverschwendung ansehen.
Auch wird der Mensch im der Jahre etwas ruhiger, er meidet öfter als oberflächlich empfundene Gesellschaften. Vereine und Volkshochschulkurse bieten zwar die Möglichkeit Gleichgesinnte kennen zu lernen, jedoch ist der Alterschnitt dort oft erst jenseits des Rentenalters angesiedelt. Noch stehen wir ja mitten im Leben, also ist das nur für wenige der Richtige Raum für die Suche des Lebens- und Liebespartners.
Was ist wenn wir nicht zu den attraktiven Stimmungskanonen gehören, uns in Gesellschaft ohnehin schon etwas schwerer tun? Erst einmal wird doch nach Äußerlichkeiten beurteilt, oder man lässt sich von dem Auftreten seines Gegenübers blenden, obwohl außer einer optischen Übereinstimmung keinerlei Gemeinsamkeiten vorhanden sind. Die ersten Sekunden entscheiden über die Meinung zu einem Menschen. Ist man erst einmal hier durch das Raster gefallen, so fällt es schwer den einmal gewonnenen „ersten Eindruck“ wieder zu korrigieren.
Sich kennen lernen, geht das ohne sich zu sehen?
Die schriftliche Kommunikation kann unheimlich viel über den Menschen aussagen. Kann er sich man davon ausgehen, dass er das auch im „normalen“ Leben kann. Man kann soviel über sein Gegenüber schon vor einen ersten Telefongespräch oder Treffen herauslesen. Kann schon im Vorfeld feststellen ob die Wünsche und Träume überhaupt zusammenpassen könnten. Auch die Frage des Bildungsniveaus ist nicht zu unterschätzen. Schließlich geht es hier nicht nur um die Suche nach einem kleinen Flirt oder Abenteuer. Da wäre es fast ohne Belang ob das Gegenüber studiert hat, z.B. Akademiker ist. Für ein paar reizvolle Stunden spielt das keine Rolle. Bei der Wahl des Lebenspartners sieht dies aber ganz anders aus. Man will ich auf der gleichen Ebene unterhalten können, auf Augenhöhe sein. Das ist nicht unwichtig für eine funktionierende Partnerschaft.
„Wir müssen immer trachten, nicht nur, was uns trennt, sondern was wir gemeinsam haben, herauszufinden.“ (John Ruskin, 1819 – 1900)
Gleichheit und Harmonie?
Die Erfolgschancen sind bei einer Partnerschaft unter Gleichgesinnten nachweißlich wesentlich höher. Bei gleichen oder ähnlichen Interessen stellt sich Harmonie schneller ein, man kann den anderen einfach besser verstehen, wenn man ähnliche Vorstellungen vom Leben, der Liebe und Partnerschaft hat.
„Die Harmonie von Seele und Leib - wie viel das bedeutet!“ (Oscar Wilde, 1854 – 1900)
Natürlich ist es nicht so, dass bei Partnervermittlungen im Internet, das Aussehen überhaupt keine Rolle spielt. Aber viele Paare haben sich schon durch die Worte in den Mails, oder in die Stimme am Telefon verliebt. Plötzlich schwingt da ein Gefühl, das sich nie eingestellt hätte, wenn man sich in einer Diskothek das erst mal gesehen hätte. Der Blick hinter die äußere Fassade wäre ausgeblieben, der liebenswerte Mensch hätte sich uns nie gezeigt, denn wir hätten ihn einfach übersehen.